Ausstellungsgrafik »… Friedrich von Matthisson …«

Von Mai bis September 2011 zeigt das Museum für Stadtgeschichte Dessau im Johannbau die Sonderschau »Dichter im Gartenreich. Friedrich von Matthisson (1761–1831) und seine Zeit«. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Leben und Wirken des heute fast vergessenen Dichters Friedrich von Matthisson.
Team VIERZIG A durfte sich um die klassische Ausstellungsgrafik kümmern.

Natur, Freundschaft, Liebe: Das sind die Grundthemen der Dichtung Matthissons. Und es sind die Grundthemen der Dichtung seiner Zeit überhaupt, poetische Medien der bürgerlichen Freiheit. Was haben Matthissons Verse zu bieten? Musikalität und Festlichkeit. Einen empfindsamen Klassizismus und eine gefühlvolle Vorromantik. Landschaftsmalerische Szenerien, die mit bühnentechnischer Genauigkeit melancholische Stimmungen hervorzurufen wissen oder mit wohlklingenden Worten vornehm zu unterhalten suchen. Es haucht und taucht, blüht und glüht in diesen Versen. »Gleich der horazischen Biene fliegen Sie nur auf die auserlesensten Blumen, und sammeln überall nur die schönsten Blüthen« schreibt August Rode 1797. Die »Elegie in den Ruinen eines alten Bergschlosses geschrieben« (1786), »Adelaide« (1788) und »Kinderjahre« (1790) sind seine im deutschen Publikum populärsten Gedichte. Mit Matthisson beginnt aber auch eine Kunstdichtung, die im 19. Jahrhundert auf August von Platen und Conrad Ferdinand Meyer, im 20. Jahrhundert auf Georg Trakl und Gottfried Benn verweist.

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