Ausstellungsgrafik »›Schauplatz vernünftiger Menschen‹ – Kultur und Geschichte in Anhalt | Dessau«

Team VIERZIG A entwarf und realisierte die Ausstellungsgrafik zur Dauerschau des Museums für Stadtgeschichte Dessau im Johannbau »›Schauplatz vernünftiger Menschen‹ – Kultur und Geschichte in Anhalt | Dessau«. Die Grafik ordnet sich der Architektur sowie den Objekten konsequent unter. Nur punktuell treten einige Digitaldrucke deutlich hervor. | Zur Ausstellung erschienen ein umfangreicher Katalog sowie weitere Drucksachen bzw. Kommunikationsmittel.


Von Macht und Religion

Wie kam es zur Gründung der Stadt Dessau? Warum wurde sie eine Residenz? Womit erwirtschafteten die Dessauer ihren Lebensunterhalt? Und wie hielten sie es mit der Religion? Antworten auf diese und andere Frage finden sich im mittelalterlichen Gewölbe, wo auch der Rundgang durch die Ausstellung beginnt. Hier werden die Darstellung des Schlosses als Ort fürstlicher Herrschaft, des Rathauses als Synonym für die bürgerliche Selbstverwaltung und des Marktes als Platz desWirtschafts- und Alltagslebens präsentiert. Zudem wird an Hand von Dessauer Kirchen die Religionsgeschichte nachvollzogen.

Reformation, Religionskrieg und Reformen
Im Hauptgeschoss wird in chronologischer Folge vieles von der Teilung Anhalts im Jahre 1606 bis zum Vorabend der Revolution von 1848 nachgezeichnet. Themen wie der Dreißigjährige Krieg, Fürst Leopold zu Anhalt-Dessau, der eine entscheidende Rolle in der preußischen Militärgeschichte spielte, die ihm den Beinahmen Alter Dessauer eintrug, und sein Enkel, Fürst Leopold Friedrich Franz zuAnhalt-Dessau, Vater Franz genannt, sind hierzu finden. Treffen kann man aber auch auf Spuren jüdischen Lebens, darunter auf den Philosophen Mendelssohn, der 15-jährig nach Berlin wanderte und Lessing zu seinem Nathan den Weisen inspirierte.

Von Licht und Finsternis
Im Dachgeschoss wird die Zeit zwischen der Revolution von 1848/49 und der jüngeren Vergangenheit widergespiegelt, die durchaus nicht immer vom Wirken »vernünftiger Menschen« bestimmt war. Persönlichkeiten und Institutionen wie Hugo Junkers und das Bauhaus lassen erahnen, welche Anziehungskraft die Stadt einst auf intellektuelle und fortschrittliche Kräfte ausübte. Trotzdem wurde nicht verhindert, dass schon vor dem Regierungsantritt Hitlers eine aus Nationalsozialisten und Konservativen gebildete Landesregierung die Macht in Anhalt übernahm. Am Ende des Zweiten Weltkrieges versank Dessau in Schutt und Asche.

Informationen zur Ausstellung

»›Schauplatz vernünftiger Menschen‹ –
Kultur und Geschichte in Anhalt | Dessau«
Dauerausstellung, Museum für Stadtgeschichte Dessau im Johnannbau

Kurator: Prof. Hans Wilderotter
Ausstellungsgestaltung: FREY + AICHELE Szenografie + Medien, Berlin
Ausstellungs- und Werbegrafik: Team VIERZIG A, Dessau

 

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