Szene 7 – Heute Sachse, morgen Preuße (Wiener Konkress)

Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft – Erste Brandenburgische Landesausstellung, Schloss Doberlug, 2014, Szene 7 – Heute Sachse, morgen Preuße

Szene 7 – Heute Sachse, morgen Preuße (Wiener Konkress) | 1806 schließen Preußen und Sachsen ein Bündnis gegen das napoleonische Frankreich. Doch mit der verheerenden Niederlage bei Jena und Auerstedt endet ihre Allianz. | Das friderizianische Preußen bricht zusammen und wird von Napoleon auf einen Rumpfstaat reduziert. In dieser Existenzkrise erwächst in Preußen die Bereitschaft zu Ver­änderungen. Das Kurfürstentum Sachsen dagegen wird von Napoleon zum Königreich erhoben und in das französische Bündnissystem, den Rheinbund, integriert. Als Napoleons Stern nach 1812 sinkt, stehen Preußen und Sachsen auf verschiedenen Seiten. Während der sächsische König noch taktiert und Sachsen in den Befreiungskriegen zum Schlachtfeld wird, meldet Preußen bereits Ansprüche auf das sächsische Territorium an. | Als schließlich der Wiener Kongress 1814/15 Europa neu ordnet, ist eines der Kernthemen die »sächsische Frage«: Preußen will Sachsen komplett annektieren; dem wider­setzen sich vor allem Österreich, Großbritannien und Frankreich. Schließlich wird Sachsen geteilt. Der nördliche Teil wird preußisch.

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